Freitag, 25. März 2011

Mein Zimmer und Brakke 3

Viele von euch haben sich wahrscheinlich schon mal gefragt, wo wohnt sie denn. Nybyen ist das Studentendörfchen 3km ausserhalb Longyearbyen. Ursprünglich wurden die Baracken für die Minenarbeiter gebaut. UNIS hat sie aufgekauft und so wohnen wir nun hier. In Baracke 3 hat jeder sein eigenes Zimmer, 12 unten und 12 oben, und es gibt eine Küche pro Stockwerk, 3 Badezimmer pro Stockwerk und eine Waschküche für alle. Die Küche mit 11 anderen zu teilen, kann ganz schön herausfordernd sein aber es klappt eigentlich ganz gut. Hier nun ein paar Bilder so dass sich jeder ein Bild machen kann:

Meine Zimmertür ... :)

Eingangsbereich mit Garderobe

Mein Bett :)

Tisch / Arbeitsecke

Lavabo - Ecke

Aussicht aus meinem Fenster #1

Aussicht aus meinem Fenster #2

Bad

Küche

Gang im oberen Stock, ich habe das zweit letzte Zimmer rechts...

Donnerstag, 24. März 2011

Exkursion 4 - Grönfjordsbreen / Barentsburg

Da das Wetter in der letzen Woche miserabel war, konnten wir leider keine weitere Exkursion starten. Glücklicherweise waren 19 von 20 Studenten am Dienstag nach der Prüfung am Montag noch anwesend und so konnten wir den "verlorenen" Tag nachholen. Wir fuhren von Longyearbyen über den Longyearbreen ins Skiferdalen und dann Richtung Westen ins Gröndalen. Von da gelangten wir übers Meereis des Grönfjord zum Grönfjordbreen. Nach einigen Schwierigkeiten wegen zu wenig Bezin fuhren wir schliesslich, mit einem Scooter weniger, nach Barentsburg. Wir erhofften uns da noch etwas Benzin zu kriegen, um die restlichen Scooter etwas aufzutanken. Normalerweise ist dieser Trip gut mit einer Tankfüllung zu schaffen. Da wir aber vielerorts in weichem, tiefen Schnee fuhren, hatten wir einen deutlich höheren Verbrauch als erwartet.
In Barentsburg, wirklich ein schrecklicher, aber eindrücklicher Ort, ist EINE Person für die Ausgabe des Benzins zuständig. Logischerweise war der Typ zu diesem Zeitpunkt in Longyearbyen und so mussten wir auf seine Rückkehr warten. Wir verbrachten die Zeit damit uns im Hotel aufzuwärmen und Barentsburg zu besichtigen. Schliesslich starteten wir um rund 18.30 und waren kurz vor neun zurück in Longyearbyen. Ein langer aber sehr spannender Tag!

Kurzer Stopp im Skiferdalen/Semmeldalen auf dem Weg Richtung Barentsburg

Landschaft im Gröndalen

Mittagspause auf dem Grönfjordsbreen

Barentsburg #1

Barentsburg #2

Barentsburg #3

Barentsburg #4 - Hotel

Leben in Svalbard: Moraine Cave, Ta Sjansen, es ist schön wenns denn mal schön ist ...

Moraine Cave
In einer der Moränen des Longyearbreen befindet sich eine Höhle. Der Eingang ist gesichert und wird von der Stadt Longyearbyen unterhalten. Hat man sich einmal durch den etwas engen Eingangstunnel gezwängt, gelangt man in eine relativ grosse Eingangshalle aus Eis und Geröll - sehr eindrücklich. Die Höhle geht dann noch etwas nach hinten, wo auch noch ein Schaft nach oben führt, das Tageslicht aber nicht erreicht.

Die grosse Eingangshalle mit Riccardo im Hintergrund

Eingang bzw. Ausgang der Moraine Cave (rot markiert) - etwas eng :)

The Cavers - Riccardo, Roberto, Astrid, Ashild, Brendan, ich

Ta Sjansen
Am zweiten März Wochende, nach der Woche des Sonnenfest also der Rückkehr der Sonne nach Longyearbyen, organisierten einige UNIS Studenten das Ta Sjansen in Hjorthamn. Man konnte sich als Team anmelden, seinen eigenen Schlitten bauen und dann hoffen, dass er nicht auseinander fällt und einigermassen schnell ist :)
Wir waren nur als Zuschauer da und haben die Sonne genossen obwohl "genossen" ist etwas weit hergeholt: es war rund -30°C und wir haben schrecklich gefroren beim Zuschauen...

Blick von Hjorthamn über das Adventdalen nach Longyearbyen

Scooter Park

Schlitten #1

Schlitten #3


Es ist schön wenns denn mal schön ist ... :)

Blick von Nybyen Richtung Longyearbreen, Larbreen und Sakrofagen (in der Mitte)

Blick von Nybyen Richtung Longyearbyen und Hjortfjellet

Exkursion 3 - Tellbreen und Rabotbreen

Auf unserer dritten Exkursion wollten wir eigentlich Nathorstbreen weit im Süden besuchen um einen aktiv surgenden Gletscher zu sehen. Leider hatte es die paar Tage vorher viel geschneit und gewindet und so war die Lawinensituation sowie die Meereissituation zu heikel um einen derart langen Trip zu unternehmen. Als Alternative fuhren wir zum Tellbreen (benannt nach Wilhelm Tell!) und lernten etwas über die Untersuchunge die man auf diesem Gletscher schon vorgenommen hatte. Für mich war das super, denn Tellbreen wird mein Masterarbeitsprojekt... :)
Danach sind wir noch zum Rabotbreen gefahren. Ein sehr grosser eindrücklicher Gletscher, der einer der vielen Ausläufer vom östlichen Eisschild auf Svalbard ist.

Tellbreen - Blick Richtung Adventdalen

Tellbreen - Blick 'Gletscher-aufwärts'

Rabotbreen

Mittagspause mit Ausblick über den Rabotbreen

Björndalen - Weekend Trip

Am Wochenende vom 5./6. März haben wir als Glaziologie-Kurs-Gruppe die Hütte der Uni in Björndalen reserviert. Björdalen liegt parallel zum Tal von Longyearbyen-Nybyen und ist "aussenrum" entlang der Strasse oder "obenrum" über den Plateaufjellet zu erreichen. Die meisten von uns machten sich am Samstag gegen Mittag mit Skiern und Schneeschuhen auf den Weg um über den Plateaufjellet zu laufen. Wir erwischten einen wahnsinnig schönen Tag inklusive einigen Sonnenstrahlen auf dem Plateau - leider war es wahnsinnig kalt und einige mussten etwas leiden. Im der Hütte angekommen erwarteten uns die restlichen 5 Studenten welche entweder aussenrum oder per SnowScooter angereist waren. Parktisch, denn es war schon schön warm! Nach einem guten Essen wurden wir mit fantastischen Nordlichtern beschenkt, die über den ganzen Himmel leuchteten und wanderten!

Juuuuuuuuuuuuupppppppppiiiiiiiiiiiiii die Sonne ist zurück :)

NASA Projekt auf dem Plateaufjellet (rot umrandet)

Mittagspause auf dem Weg nach Björdalen - Temperatur rund -28°C

Björdalen - Blick Richtung Isfjorden

Das kleine Häuschen der UNIS in Björndalen

Meine ersten zwei Polarfüchse :)

Eines der eindrücklichen, magischen Nordlichtern

Exkursion 2 - Tunabreen

Auf unserer zweiten Exkursion stand der Tunabreen im Vordergrund. Dieser Gletscher kalbt in einen Fjord und endete 2005 seinen spektakulären Surge (schneller Vorstoss eines Gletschers, in Svalbard oft über mehrere Jahre). Seit dem zeigt der Tunabreen eine mächtige blaue Eisfront mit grossen Klüften, welche auf hohe 'calving'-Aktivität während dem Sommer hindeuten. Im Winter kann man Tunabreen bequem mit SnowScooter über den Tempelfjorden erreichen. Wir haben neben der mächtigen Eisfront auch noch andere interessante Dinge entdeckt. Auf beiden Seiten erkennt man klar definierte Sedimentlayer im Eis. Da das Eis glasklar ist, kann man so die Bewegung in einer 3D-Ansicht nachverfolgen... etwas schwer zu erkären, wer Fragen hat soll sich doch gerne melden :)!


Panorama Tunabreen - draufklicken dann wirds grösser!

Linkes Ende des Tunabreen

Massive blaue Eisfront

Ich und andere :)


Stark strukturierte Eisfront


Die letzten Sonnenstrahlen erleuchten den Himmel

Mittwoch, 2. März 2011

Exkursion 1 - Scott Turnerbreen Ice Cave

Am Donnerstag letzter Woche stand unsere erste Exkursion auf dem Programm. Mit SnowScootern fuhren wir los nach Osten ins Adventdalen und dann nach Süden ins Bolterdalen zum Scott Turnerbreen. Als wir mitten im Schnee auf dem Gletscher stoppten, fragte ich mich schon ein bisschen wo denn jetzt diese Eishöhle wohl sein mag. Aber siehe da, man öffnet einfach eine hölzerne Tür und der Gletscher öffnet sich :) Von dort steigt man eine Leiter hintunter IN den Gletscher. Der Schmelzwasserkanal erstreckt sich über eine Länge von etwa 2km, wobei er grosse Stufen im unteren Bereich aufweist. Wir erkundeten daher rund 500m Gletscher aufwärts.

Die Exkursion war sehr sehr eindrücklich! Teilweise konnte man laufen, teilweise kriechen und manchmal musste man auf dem Bauch über blankes Eis schlittern - wie ein Pinguin :) Ich hoffe die Bilder können etwas von der eindrücklichen Welt IM Gletscher vermitteln.


Eingang zur Eishöhle im Gletscher

Leitern in den Gletscher

Eingangsbereich

Schmelzwasserkanal

Skurile Eisformen 1

Skurile Eisformen 2

Studenten im Scott Turnerbreen

Doug Benn erklärt wie sich denn ein solcher Kanal überhaupt bilden kann

Eiszapfen

Eislamellen - glasklar, bilden sich aus herabfliessendem Wasser